Die Schweiz zählt 26 Kantone – doch die Unterscheidung zwischen Voll- und Halbkantonen sorgt oft für Verwirrung. Dieser Artikel liefert einen verlässlichen Überblick mit Flächen, Einwohnern, Hauptorten und historischen Meilensteinen.

Anzahl Kantone: 26 ·
Vollkantone: 20 ·
Halbkantone: 6 ·
Grösster Kanton (Fläche): Graubünden (7.105 km²) ·
Kleinster Kanton (Fläche): Basel-Stadt (37 km²) ·
Grösster Kanton (Einwohner): Zürich (1,5 Mio.)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die Zählung der Halbkantone wird gelegentlich uneinheitlich behandelt – offiziell sind es 26 Gliedstaaten.
  • Die Grossregionen sind eine statistische Einteilung ohne Verfassungsrang.
3Zeitleisten-Signal
  • 1291: Gründung der Eidgenossenschaft mit drei Kantonen.
  • 1979: Kantonsgründung Jura – Anzahl steigt auf 26.
4Wie es weitergeht
  • Die Kantonszahl ist seit 1979 stabil; Diskussionen über Fusionen bleiben vorerst hypothetisch.
Schlüsselzahlen zu den 26 Kantonen der Schweiz
Merkmal Wert Quelle
Anzahl Kantone 26 BFS
Grösster nach Fläche Graubünden (7.105 km²) Ansiedlung Schweiz
Kleinster nach Fläche Basel-Stadt (37 km²) Ansiedlung Schweiz
Grösster nach Einwohnern Zürich (1.520.000) Ansiedlung Schweiz
Kleinster nach Einwohnern Appenzell Innerrhoden (16.000) Ansiedlung Schweiz
Anzahl Halbkantone 6 Wikipedia

Wie viele Kantone hat die Schweiz?

Unterschied zwischen Kantonen und Halbkantonen

Die Schweiz besteht aus genau 26 Kantonen, davon 20 Vollkantone und 6 Kantone, die historisch als Halbkantone bezeichnet werden (Ansiedlung Schweiz – Wirtschaftsförderungsplattform). Die Halbkantone – Obwalden, Nidwalden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden – haben je eine halbe Standesstimme im Ständerat (Wikipedia – freie Enzyklopädie). Offiziell zählen sie jedoch als vollwertige Gliedstaaten.

Der Haken

Die Bezeichnung „Halbkanton“ ist ein historisches Relikt – in der Bundesverfassung taucht der Begriff nicht mehr auf. Wer die heutige politische Gleichstellung sucht, findet sie in der vollen Mitgliedschaft aller 26 Kantone im Ständerat.

Geschichte der Kantonszahl

  • 1291 – Gründung der Eidgenossenschaft mit drei Kantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden) (Wikipedia).
  • 1513 – 13 Orte nach Aufnahme von Appenzell (Wikipedia).
  • 1803 – Mediationsverfassung: 19 Kantone (Wikipedia).
  • 1815 – Wiener Kongress: 22 Kantone (Wikipedia).
  • 1848 – Bundesstaat mit 22 Kantonen (Wikipedia).
  • 1979 – Kantonsgründung Jura – Anzahl steigt auf 26 (Wikipedia).

Das Muster: Die Zahl wuchs über Jahrhunderte durch Eroberungen, Teilungen und den Beitritt neuer Gebiete. Seit 1979 ist sie stabil.

Welche Kantone gibt es in der Schweiz?

Kantonsliste alphabetisch

Alle 26 Kantone mit ihren Hauptorten – eine Übersicht, die zeigt, wie vielfältig die Schweiz ist.

  • Aargau – Aarau
  • Appenzell Ausserrhoden – Herisau
  • Appenzell Innerrhoden – Appenzell
  • Basel-Landschaft – Liestal
  • Basel-Stadt – Basel
  • Bern – Bern
  • Freiburg – Freiburg
  • Genf – Genf
  • Glarus – Glarus
  • Graubünden – Chur
  • Jura – Delsberg
  • Luzern – Luzern
  • Neuenburg – Neuenburg
  • Nidwalden – Stans
  • Obwalden – Sarnen
  • Schaffhausen – Schaffhausen
  • Schwyz – Schwyz
  • Solothurn – Solothurn
  • St. Gallen – St. Gallen
  • Tessin – Bellinzona
  • Thurgau – Frauenfeld
  • Uri – Altdorf
  • Waadt – Lausanne
  • Wallis – Sitten
  • Zug – Zug
  • Zürich – Zürich

Die Hauptorte sind in der Bundesverfassung verankert und dienen als Regierungssitze der Kantone (Wikipedia).

Kantone mit Hauptorten (detailierte Daten)

Die folgende Tabelle listet alle 26 Kantone mit Fläche und Einwohnerzahl (Stand 2021, Quelle: Ansiedlung Schweiz).

Kanton Hauptort Fläche (km²) Einwohner (2021)
Zürich Zürich 1.729 1.560.000
Bern Bern 5.959 1.047.000
Luzern Luzern 1.493 420.200
Uri Altdorf 1.076 37.000
Schwyz Schwyz 908 163.700
Obwalden Sarnen 491 38.400
Nidwalden Stans 276 43.900
Glarus Glarus 685 41.200
Zug Zug 239 129.800
Freiburg Freiburg 1.671 329.700
Solothurn Solothurn 790 280.200
Basel-Stadt Basel 37 196.000
Basel-Landschaft Liestal 518 290.000
Schaffhausen Schaffhausen 298 83.000
Appenzell Ausserrhoden Herisau 243 56.000
Appenzell Innerrhoden Appenzell 173 16.000
St. Gallen St. Gallen 2.026 515.000
Graubünden Chur 7.105 200.000
Aargau Aarau 1.404 700.000
Thurgau Frauenfeld 991 283.000
Tessin Bellinzona 2.812 350.000
Waadt Lausanne 3.212 825.000
Wallis Sitten 5.224 350.000
Neuenburg Neuenburg 803 175.000
Genf Genf 282 508.000
Jura Delsberg 839 73.000

Welches ist der größte Schweizer Kanton?

Größter Kanton nach Fläche und Einwohnerzahl

Der flächenmässig grösste Kanton ist Graubünden mit 7.105 km² (Ansiedlung Schweiz). Nach Einwohnerzahl führt Zürich mit rund 1,56 Millionen (Ansiedlung Schweiz).

Warum das wichtig ist

Graubünden nimmt fast ein Fünftel der Schweizer Landesfläche ein, ist aber dünn besiedelt. Zürich dagegen vereint auf kleinerem Raum die höchste Bevölkerungsdichte – ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum.

Welcher Kanton ist der kleinste der Schweiz?

Kleinster Kanton nach Fläche und Einwohnerzahl

Der kleinste Kanton nach Fläche ist Basel-Stadt mit nur 37 km² (Ansiedlung Schweiz). Nach Einwohnerzahl ist Appenzell Innerrhoden mit rund 16.000 der kleinste (Ansiedlung Schweiz). Beide sind Halbkantone, was die historische Vielfalt widerspiegelt.

Welche Grossregionen gibt es in der Schweiz?

Die sieben Grossregionen des Bundesamts für Statistik

Das Bundesamt für Statistik (BFS) teilt die Schweiz in sieben Grossregionen ein – eine rein statistische Gliederung, die wirtschaftliche und kulturelle Gemeinsamkeiten bündelt.

  • Genferseeregion (Genf, Waadt, Wallis)
  • Mittelland (Bern, Freiburg, Solothurn, Neuenburg, Jura)
  • Nordwestschweiz (Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau)
  • Zürich (Zürich)
  • Ostschweiz (Glarus, Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Graubünden, Thurgau)
  • Zentralschweiz (Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Zug)
  • Tessin (Tessin)

Zugehörigkeit der Kantone zu Grossregionen

Die Zuordnung folgt keiner verfassungsrechtlichen Grundlage, sondern dient der regionalen Statistik, wie das BFS betont (Ansiedlung Schweiz).

Vergleichstabelle: Kantone nach Grösse und Bevölkerung

Ein Blick auf die extremes: Der grösste Kanton (Graubünden) ist flächenmässig 192-mal grösser als der kleinste (Basel-Stadt). Nach Einwohnern ist Zürich 97-mal grösser als Appenzell Innerrhoden.

Kanton Fläche (km²) Rang Fläche Einwohner (2021) Rang Einwohner
Graubünden 7.105 1 200.000 15
Bern 5.959 2 1.047.000 2
Wallis 5.224 3 350.000 9
Waadt 3.212 4 825.000 3
Tessin 2.812 5 350.000 10
Basel-Stadt 37 26 196.000 16
Appenzell Innerrhoden 173 25 16.000 26
Zürich 1.729 7 1.560.000 1

Das Muster: Flächengrösse und Bevölkerungszahl korrelieren nicht – Graubünden ist flächenmässig Spitze, belegt bei den Einwohnern aber nur Rang 15.

Zeitleiste: Entwicklung der Kantonszahl

  • 1291 – Gründung der Eidgenossenschaft mit drei Kantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden) (Wikipedia).
  • 1513 – 13 Orte – letzte Aufnahme vor der Reformation (Appenzell) (Wikipedia).
  • 1803 – Mediationsverfassung: 19 Kantone (Neugliederung durch Napoleon) (Wikipedia).
  • 1815 – Wiener Kongress: 22 Kantone (Aufnahme von Wallis, Neuenburg, Genf) (Wikipedia).
  • 1848 – Gründung des Bundesstaats mit 22 Kantonen (Halbkantone zählen separat) (Wikipedia).
  • 1979 – Kantonsgründung Jura: Anzahl steigt auf 26 (Wikipedia).

Die Entwicklung zeigt: Die Kantonszahl ist das Ergebnis von Jahrhunderten politischer und territorialer Dynamik. Seit 1979 gilt die heutige Gliederung als stabil.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Die Schweiz hat genau 26 Kantone, davon 20 Vollkantone und 6 Halbkantone (BFS, Ansiedlung Schweiz).
  • Die Halbkantone Obwalden, Nidwalden, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden haben je eine halbe Standesstimme im Ständerat (Wikipedia).

Was unklar ist

  • Gelegentlich wird die Zahl der Halbkantone als separate Kantone bezeichnet; offiziell sind es 26 Gliedstaaten.
  • Die Grossregionen sind eine statistische Einteilung ohne Verfassungsrang – das BFS selbst betont dies.

Stimmen zur Kantonsstruktur

Die Kantone sind die Gliedstaaten des Bundes und besitzen eigene Verfassungen, Regierungen und Parlamente.

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Die Einteilung in sieben Grossregionen dient statistischen Zwecken und orientiert sich an wirtschaftlichen und kulturellen Merkmalen.

Bundesamt für Statistik (BFS)

Fazit: Die 26 Kantone der Schweiz sind das Ergebnis einer jahrhundertelangen Entwicklung. Für jeden, der die politische Landschaft verstehen will, lohnt sich der Blick auf die Liste der Kantone mit ihren Hauptorten und Grössen – denn die Unterschiede sind grösser, als man denkt. Für eine diskussion über Föderalismus und regionale Identität ist die Kantonsgliederung der Schweiz ein einzigartiges Beispiel in Europa.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Kanton ist der jüngste?

Der Kanton Jura, gegründet 1979 nach einer Abspaltung von Bern (Wikipedia).

Welcher Kanton hat die meisten Einwohner?

Zürich mit rund 1,56 Millionen (2021) (Ansiedlung Schweiz).

Welcher Kanton hat die wenigsten Einwohner?

Appenzell Innerrhoden mit rund 16.000 (Ansiedlung Schweiz).

Wie heißen die Hauptorte der Kantone?

Siehe Liste oben – jeder Kanton hat einen gesetzlich bestimmten Hauptort.

Warum gibt es Halbkantone?

Historisch bedingt durch Teilungen von Kantonen, etwa Unterwalden, Basel und Appenzell (Wikipedia).

Welcher Kanton grenzt an Deutschland?

Mehrere: Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Graubünden.

Welcher Kanton hat die größte Fläche?

Graubünden mit 7.105 km² (Ansiedlung Schweiz).